Szene

autoForum Wiegers Testdrive-Weekend

23.04.2010

Testdrive-Weekend mit dem ... HONDA INSIGHT HYBRID

Stefan Reinink ist seit Jahren überzeugter Honda Fahrer – und nicht der einzige in der Familie. Und dennoch war das Testwochenende mit dem Insight eine völlig neue Erfahrung für ihn. Mit einem Hybrid war er nämlich noch nie unterwegs …

Testfahrer Stefan Reinink mit Tochter Melina vor dem Start der Testfahrt im autoForum Wiegers in Osnabrück.

„Natürlich war das ein ganz neues Erlebnis“, berichtet Stefan Reinink, der ein sonniges Wochenende lang mit dem gut ausgestatteten Top-Modell Elegance unterwegs war, das nicht nur ein CVT-Automatikgetriebe hat, sondern auch einen Tempomat. „Beides passt hervorragend zu diesem Wagen, lädt der Insight doch regelrecht zum Cruisen ein“, meint Stefan Reinink nach gut 200 gefahrenen Kilometern.

Privat fährt der Leiter des Edeka-Marktes V. Gartmann in Hollage in der Nähe von Osnabrück einen weitaus sportiveren Honda Accord 2.0, der sich selbstredend dynamischer bewegen lässt als der Insight. „Die fehlende Motorleistung merkt man gerade beim Überholen – ganz egal, ob man nun auf der Landstraße unterwegs ist oder auf der Autobahn.“ Eine zügige Kolonnenfahrt mit dem Sportverein der Gattin nach Vechta zwang folglich zu gelegentlichen Zwischenspurts. Immerhin sollte die Kolonne zusammen bleiben, was den Verbrauch auf immer noch sehr niedrige 6,2 Liter „steigen“ ließ.

 

Zwischenstation: Der Honda Insight Hybrid vor dem Edeka-Markt in Hollage.

„Mein Schwiegervater jedoch unterbot diesen Wert bei seiner kurzen Probefahrt bei weitem“, meint der 31-Jährige schmunzelnd. „Vielleicht ist er auch einfach der richtige Fahrer für den Insight, der einem recht schnell eine gewisse Gelassenheit beibringt.“ Dies wiederum macht sich beim Verbrauch des offiziell mit 4,6 Litern angegebenen Honda bemerkbar. Allerdings verdankt sich der gute Durchschnitt nicht alleine dem Fahrer, sondern auch der besonders aerodynamischen Form des Autos.

Diese findet indes nicht bei jedem Anklang. Während nämlich der Schwiegervater, der einst einen Citroën C4 fuhr, angesichts des ähnlich geschnittenen Insight von der nach hinten abfallenden Dachlinie begeistert war, ist der Schwiegersohn nicht so überzeugt: „Hinten sitzen nur kleinere Menschen wirklich bequem – wer an die 1,80 Meter groß ist, hat hier vielleicht ein Problem mit der Kopffreiheit.“ Gleichwohl weiß Stefan Reinink, dass dies der Windschlüpfrigkeit des Wagens geschuldet ist. Den Kofferraum empfand er hingegen als überraschend geräumig.

Als ebenso pfiffiges wie sinnvolles Detail gefiel ihm zudem der „Eco-Assist“, der permanent den Momentan- und Durchschnittsverbrauch errechnet – und daraus per Balkendiagramm ein Fahrprofil darstellt, das Rückmeldungen gibt, und so zu einem ökologischeren Fahrstil verhilft.

Wichtig ist auch die Anzeige des Energiefluss-Schemas: Pfeile zeigen an, ob das Auto gerade nur vom Benzinmotor oder auch vom Elektromotor angetrieben wird – und wann die Batterie durch „Rekuperation“ neue Energie zum Zwischenspeichern erhält. Diese Energie wird beim Anfahren oder Beschleunigen wieder an den Elektromotor mit seinen 14 PS (10 kW) geschickt, der den 88 PS (65 kW) starken Vierzylinder-Benziner bei seiner Arbeit unterstützt. Es sei denn, man steht an der Ampel. Denn dann schaltet sich der Verbrennungsmotor dank Auto-Stopp-Funktion selbständig ab. Sobald man jedoch Gas gibt, nimmt der Motor automatisch wieder seinen Betrieb auf. „In der Praxis arbeitet das System völlig unauffällig – man gewöhnt sich rasch daran.“

Unterwegs: Tochter Melina Reinink freut sich mit Patentante Janina Dasenbrock während der Fahrt nach Vechta.

Stefan Reinink, der den Insight auf Autobahnen ebenso testete wie auf Landstraßen – oder gar an steilen Parkhausausfahrten – war ausgiebig im Raum Osnabrück unterwegs, aber auch in der Reiterstadt Vechta oder in Bramsche. Ausgrabungen im dortigen Stadtteil Kalkriese deuten darauf hin, dass hier die oder Teile der legendären Varusschlacht stattgefunden haben könnten.

Der Insight war also durchaus in einem interessanten und anspruchsvollen Wochenendprogramm eingebunden, das möglicherweise eine Fortsetzung erfährt. „Mein Schwiegervater war nämlich so begeistert von dem Insight, dass er sich jetzt selbst für eine längere Testfahrt interessiert“, berichtet der Marktleiter. „Außerdem gefällt ihm neben dem günstigen Verbrauch vor allem die Dachform!“ Die Geschmäcker unterscheiden sich eben …

 

Testergebnis:

Stefan Reinink vergab Spitzenwertungen (jeweils 5 Sterne) für die drei Bereiche Ausstattung, Verbrauch und Emissionswerte sowie Sicherheit. Die beiden Kategorien Innenraum sowie Motor, Getriebe und Fahrleistung erhielten jeweils 4 Sterne (Gut, Klassendurchschnitt). 3 Sterne (Verbesserungswürdig) gab es für die Rubrik Karosserie-Design. 

 


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